Der schlechte Fotograf

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Es ist sehr lange her, als du mich geblendet hast. Deine Linse sucht nach Motiven, überwiegend verrenkte Frauen und nackt. Die Foren sind ganz voll davon ich bin es so leid. Tausende weitere Bilder auf Facebook, Twitter und Instagram – selbstsüchtig und kurzlebig schreiend nach Aufmerksamkeit. Saftige Jugend, ältere Herren, verdorrte Frauen sie alle sind arm. Sie sind gefangen in der Hoffnung zum Sekundenschwarm. Nichts mit Beständigkeit, vollgepfropft mit krankhafter Eitelkeit. Bitte geh mit mir und suche das Licht das dich streichelt. Die Zärtlichkeit bleibt in Zeiten wie diese fern. Die milde Kunst das Seelenheil ist weit entfernt. Nimm dir die Zeit und betrachte nur für dich deine Welt. Mache ein einziges Bild, dass deine Seele erhellt. Glaube nicht du seist ein guter Fotograf. Verdiene dir nur deine Sporen, aber bitte nicht in diesen kranken selbstsüchtigen Foren. Und wenn du dich nach Liebe sehnst, die Erfüllung in deinem Leben suchst, dann finde dich mit deinem Schicksal ab. Du wirst was du bist und bist was du wirst. Ganz gleich was passiert, alles liegt in deiner Hand. Nicht was mit dir passiert, sondern was du daraus für dich und deine Lieben machst.

Ich, der schlechte Fotograf, bin gut. Ich, der gute Fotograf, bin schlecht. Ich, der schlechte Fotograf, bin schlecht. Ich, der gute Fotograf, bin gut. Darauf kommt es gar nicht an. Ich streichle dich mit all meiner Zärtlichkeit und du erträgst es nicht mit all deiner Eitelkeit. Ich kann es dir nicht verübeln, wenn du mich hasst. Schau trotzdem auf meine Botschaft hin: lass dich blenden und streicheln, nicht von mir – sondern suche dein eigenes Licht und deine eigene Hand.

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Horst von Bohlen