Schau mir in die Seele

Die Zeit vergeht - das Bild im Hier und Jetzt für immer steht

Die Zeit vergeht – das Bild im Hier und Jetzt für immer steht

Was macht ein Bild das mich anschaut? Zeigt es dich und dich? Zwei Frauen schauen mich an oder nur ein Bild. Eine Projektion aus der Vergangenheit an einem anderen Ort der Welt. Ich weiß nichts über sie und Sie nichts über mich. Es ist vorbei, aber sie schauen mich an. Sie schauen jeden an, der dieses Bild betrachtet. Ich habe es gemacht, für kurze Zeit ihre Aufmerksamkeit bekommen, denn sie schauen mich an. Sie sind mir vertraut. Sie wissen, dass ich ein Bild von ihnen mache und lassen es zu. Sie wissen, dass sie mich lange anschauen werden und nicht umgekehrt. Sie wissen, dass sie mich beschäftigen werden und ich weiss, dass sie mich schon längst vergessen haben.

Bilder sind für mich Lehrer. Sie bringen mich ein Stücken näher daran, unsere Seele zu verstehen. Sie schenken mir Zeit Beziehung zu erfahren. Manchmal verwirren sie mich. Ich lasse mich auf den Augenkontakt ein und erfahre… über Liebe, über Hoffnung, Trauer und Leid. „Schau in meine Seele, wenn du dich traust“ Ich glaube viele Menschen haben große Angst vor Nähe. Nicht weil sie ein Problem mit Frauen, Männer oder Sexualität haben, sondern eher, weil sie nicht wissen wie sie ihre Seele schützen sollen. Mit anderen Worten, sie wissen nicht Beziehungen zu leben. Ich lerne: „Danke diesen Frauen, die dir eine Sekunde lang ihre Aufmerksamkeit geschenkt und deine Seele gestreichelt haben“. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Diese Bild macht mich sehr glücklich.

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Horst von Bohlen