Nicht die Seele verpassen

Nur wenige sind fähig richtig interessiert zuzuhören oder zu betrachten; ich möchte mehr erfahren

ich arbeite daran es zu lernen

Als Fotograf

Wenn du als Fotograf ständig das Objekt berührst, indem du ein Bild oder ein Modell stellst, korrigierst, anweist , oder sogar mit der Linse und deinen Blicken bedrängst, wirst du den Moment und somit das Geheimnis der Seele einzufangen … verpassen.

Du fotografierst allenfalls DICH und DEINE Vorstellung oder deine Interpretation der Vorstellung deiner Auftraggeber. Du lichtest das was du sehen willst, bestenfalls die Beziehung zwischen dir und ein Teil deines Modells mit dem was du durch dein Verhalten induzierst, ab. Manche brauchen und mögen das. Ich nicht.
Daher mag ich keine Aktfotografie, keine Werbung, keine Produktfotografie.  Sie geben etwas gestelltes und aus meiner Sicht unnatürliches wieder. Klar – das kann man verkaufen. Da stellt sich die Frage, ob ich die Kunst großer Fotografen in Frage stelle. Nein, eher nicht. Da ist das Setting ganz klar definiert. Du ziehst dich aus – wir gehen eine Beziehung ein – und ich mach die Fotos – das ist dann Kunst. Wer das kann, soll es so machen. Wer das braucht, soll das eingehen. Wer will, soll seinen/ihren Körper im verführerischem Licht verewigen, sich winden und verrenken und sich Photoshopmäßig von einem großen Künstler aufpäppeln lassen. Ich behaupte, dass ist eine Art Kompensationsmechanismus für etwas das Mann/Frau nicht in der eigenen Beziehung zu seinem/ihrem Partner findet, aber das ist nur meine Meinung. Es ist sicher  eine Kunstform. Wenn jedoch Hochglanz-Magazine ablichten um zu verkaufen, dann ist es Edel-Ramsch auf HochglanzAufgeilNieveau. Verkauft sich prima! Viele Sportlerinnen finden es toll sich so ablichten zu lassen – für die Ewigkeit sozusagen. Ist auch legitim.

Ich liebe die Unberührtheit, das Beobachten, das Festhalten des Momentes. Ich möchte diesen Moment erfassen ohne es zu verändern. Für mich ist Fotografieren keine Beziehungssuche und erst recht keine Eigentherapie. Klar strebe ich nacht Selbstfindung. Dazu beschäftige ich mich nach der Aufnahme mit dem Motiv, nicht während oder vorher. Die Beziehung suche ich im direkten Kontakt mit meinen Mitmenschen. Dazu muss ich nicht ein Fotoapparat als Ausrede mitschleppen. Aber das ist einfach Ansichtssache.

Realität
Klar musst du auch gestellte Fotos machen, spricht ja nichts dagegen. Ich glaube Fotografen, die von ihrem Gewerbe leben müssen, können das ganz gut für sich trennen. Sich machen auch teilweise fantastische Arbeit. Die Seele einzufangen, verpassen sie trotzdem, oder sie belichten ihre Eigene hinein. Auch das ist meine persönliche Meinung und Interpretation.

Meine Philosophie
Suche das, was sonst verborgen bleibt. Du musst nicht ausziehen um angezogen zu werden. Das meiste gehört dir ohnehin nicht, Gott sei Dank! Finde das was dir geschenkt wird und nehme es einfach an. Begnüge dich damit und sei Dankbar dafür sehen zu dürfen. Verpasse es nicht, wenn deine Seele von der Schönheit der Seelen und des Lebens gestreichelt wird – deine Liebe und deine Wünsche findest du wo anders gestillt.

5 Bild – Momente

Atemberaubend und berühmt - Die Australierin

Atemberaubend und berühmt – Die Australierin

Verführerisch und unnahbar - Die Italienerin

Verführerisch und unnahbar – Die Italienerin

Rätselhaft offen und doch verborgen tiefsinnig - Die Österreicherin

Rätselhaft offen und doch verborgen tiefsinnig – Die Österreicherin

Dünnhäutig zart und exponiert - Die Englenderin

Dünnhäutig zart und doch exponiert & robust – Die Britin

Die Spanierin - nicht umsonst anmutig und wunderschön

Die Spanierin – nicht umsonst anmutig klar und wunderschön

Mir fehlen Die Deutsche und die Chilenin  und noch viele mehr. Kommt Zeit, kommt Foto 😉

 

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Horst von Bohlen